Da ich die Aktion von Miri sehr cool finde, will ich mich gleich mal dem Verbot widersetzen und poste hier ihre Mail:
Betreff:
öffnen, lesen und weiterleiten VERBOTEN
Text:
Da es in unserem ansonsten schönen Städtchen erheblich an Verboten mangelt*, haben wir vom gONZo verlag vor einigen Wochen beschlossen, gegen dieses schwere Defizit vorzugehen. Und zwar in Form von Verbotsaufklebern.
Wir verstehen diese Aktion nicht nur als Dienst an der Bevölkerung, sondern auch als Dienst für das Ordungsamt, das derzeit mit dem Verbieten gar nicht mehr hinterher kommt (Frag nicht, was Dein Ordnungsamt für Dich tun kann – frag, was Du für Dein Ordnungsamt tun kannst: Maßregel Dich selbst!).
Und der Erfolg gibt uns recht: knapp 800 dieser Aufkleber sind mittlerweile in Umlauf und die Anfragen nehmen nicht ab. Das Bedürfnis nach mehr Verboten scheint gigantisch zu sein.
Da das wahllose verbieten zwar eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe ist, wir aber auch noch an anderen Fronten zu kämpfen haben, gibt es die Aufkleber nun zum Selbermachen. Im Anhang befinden sich die Dinger als PDFs. Einfach selbstklebende, transparente, bedruckbare Folie in den Drucker legen, drucken, ausschneiden und losverbieten! (Keine Angst, man bekommt sie aber auch immer noch bei uns.)
Auch wenn es sich von selbst verstehen sollte: Das Kleben dieser Verbotsgebote ist in der Öffentlichkeit natürlich strengstens VERBOTEN! und ausschließlich in privaten Räumen gestattet. Und dass irgendjemand unter vier Verbotsschilder an einem einschlägigen Ort in Mainz “verbieten verboten” geklebt hat, ist alles andere als lustig! Und auch über “anmalen verboten” am Gutenberg-Sockel konnten wir so gar nicht lachen!
Nachmachen, das Problem ernst nehmen, diese Mail weiterleiten, die Verbote eigenmächtig ausweiten oder uns Wünsche für weitere Verbote schicken ist hingegen ausdrücklich erwünscht.
Wer keine Lust zum Selberbasteln hat, kann uns entweder ne Mail schicken, im Peng (in Mainz) vorbeigehen oder auf die nächste gONZo Veranstaltung kommen.
Verbotene Grüße,
Euer gONZo verlag
* Für was Verbote so wichtig sein sollen? Jugendlichen z.B. die Grenzen zu nehmen, die sie zu ihrer Bewusstseinsausbildung dringend überschreiten müssen, ist subtile Gehirnwäsche. Aber auch das Verbot als Form des Verzichts als spirituelle Erfahrung spielt hier eine Rolle. Dinge abzulehnen wird auch in polizeipädagogischen Puppenspielen an Kinderinnen und Kinder vermittelt (www.polizei.rlp.de). Und manchmal nehmen Verbote auch einfach Entscheidungen ab: Das muss ich jetzt nicht machen, weil ich’s eh nicht darf. Ach, es gibt viel Gründe… Verbote haben tatsächlich unberechtigter Weise so einen schlechten Ruf!
Nachdem ich zusammen mit Fuzzel im letzten Sommer eine Lichtprojektions-Ausstellung gemacht habe bin ich irgendwie sowas wie nen VJ. Anfangs hätte es wohl Lichtkünstler besser getroffen, aber das verträgt sich nicht so mit meiner Designer-Identität. Und inzwischen habe ich auch erste richtige VJ Erfahrungen gesammelt und Fuzzel ist immer fleißig dabei neue Auftritte klar zu machen. Es macht echt Spaß Live zur Musik zu improvisieren aber noch fehlt mir die Ausdauer und nach ner Stunde brauch ich ne Pause.
So langsam kommen auch die ersten Anfragen für bezahlte Auftritte rein, aber viel mehr noch die Anfragen die einen ganz groß rausbringen sollen. Kommt mir irgendwie bekannt vor, von den Musikvideos bei denen ich geholfen habe . Ist VJing also Beruf oder Berufung. Bei einem DJ dauert es ja auch Jahre bis er Kohle damit verdient und bei VJs kommt hinzu, dass sie für die Party nicht so bedeutend sind.
Liebe Freunde von Scholz und besonders Sascha Lobo, was habt ihr euch bitte bei der Generation Upload gedacht? Ne plattere Kampange habe ich selten erlebt. Als ob wir nur darauf warten würden, dass uns endlich einmal jemand bittet unsere Videos hochzuladen. Schon mal was von Youtube gehört? Wozu brauche ich da Vodafone?
Wie es schon im Cluetrain Manifest steht: “Märkte sind Gespräche” und nur wer zuhört kann mitreden und ernst genommen werden. Uns interessiert das Thema Netzneutralität viel stärker als ihr euch vorstellen könnt. Wir wollen einen Provider haben, der uns hilft für dieses Recht zu kämpfen. Aber es hört ja keiner zu. Lieber wird eine neue Generation ausgerufen zu der ich mich ebenso wenig dazugehörig fühle wie zur Generation Prekär, Generation Praktikum, Generation Doof, Generation Google, Generation Biedermeier oder Generation Prokrastination.
Also liebe Generation Autismus, merkt doch endlich, dass nicht AUSRUFEN sondern zuhören entscheidend für die Märkte der Zukunft ist.
PS: Dass sich eure Pressekonferenz, wenn man sie einbindet, sofort lädt und abspielt und zeigt einmal mehr dass ihr nichts verstanden habt. Niemand wird es nutzen, weil es die Besucher der Webseite unnötig belästigt. Nehmt euch zurück.
Erst mal hab ich mich sehr gefreut, dass wieder 25 Leute da waren.
Die Marktanalyse sah nicht so rosig aus, grad bei großen Agenturen siehts schlecht aus, aber im Web ist immer noch was zu verdienen. Auch immer mehr Amatuere und Hobby-Designer (was nicht heißt dass deren Arbeit schlecht ist) drängen in den Markt.
Der Kurzvortrag zum Long Tail kam auch gut an und spiegelte sich in den folgenden Diskussionen wieder. Die Stimmung war besser als ich beführtet habe und viele neue Konzepte wurden besprochen. Besonders die Frage was nach den Agenturen kommt wurde eifrig diskutiert. Die neue Herausforderung ist die Kosten möglichst gering zu halten, damit am Ende noch was übrig bleibt.
Beim nächsten Freelancer Stammtisch am 06.August gehts dann um das Thema: Corporate Identity für Freelancer
Nachdem ich in den letzen Wochen aus allen Ecken schlechte Nachrichten vom Arbeitsmarkt gehört habe, finde ich es sinnvoll mal über das Thema zu diskutieren. Wenn wir alle Infos zusammenwerfen müssten wir ein umfassendes Bild bekommen.
Ich selber glaube auch, dass Momentan mehr Jobs abgebaut werden, als neue hinzu kommen. Dem Print gehts schlecht, die Automobilhersteller investiert nicht mehr soviel in Werbung und viele “Top-Agenturen” entlassen ganze Abteilungen. http://www.werbeblogger.de/2009/06/29/springer-jacoby-quo-vadis/
Die Wirtschaftskrise ist aber nicht die einzige Veränderung, die in unserem Bereich stattfindet. Auch die Kommunikation wandelt sich grad. Die wirtschaftliche Depression wird jetzt als Katalysator für diese Entwicklung wirken und hier entstehen neue Herausforderungen und Chancen.
Einer der in meinen Augen wichtigsten Trends in unserem Bereich ist die Erschließung des Long Tail. (Durch die Demokratisierung von Produktion und Vertrieb gibt es weniger Hits aber dafür mehr Nischenangebote) Als Anregung für einen Blick in die Zukunft werde ich, beim Freelancer-Stammtisch am nächsten Donnerstag, kurz diese Theorie vorstellen.
Haltet mich für bescheuter, aber ich glaube Präsentationen sind ein nächstes großes Ding.
Durch Youtube und andere Video-Plattformen ist es für jeden möglich zu senden. Das wirkt sich nicht nur auf die Einschaltquoten der TV Werbung aus, sondern auch darauf wie Menschen lernen. Es gibt bereits zu vielen Themen Videotutorials. Die anzuschauen ist meist viel einfacher und bequemer als einen Text zu lesen. Nicht nur meine Generation gewöhnt sich daran so zu lernen. Unternehmen die Ihre Produkte an den Kunden bringen wollen, erreichen mehr, wenn sie dem Kunden verständlich erklären wie das Produkt funktioniert und welchen Nutzen man daraus erzielen kann. Der 30 Sekunden-Werbespot, wie wir ihn kennen, entstand in einer Zeit als Sendeminuten knapp waren. Heute gibt es unbegrenzte Sendezeit und man kann sich wieder Zeit nehmen den Interessierten sein Produkt nahe zu bringen. Durch diese unmengen an Kanälen geht es nicht mehr darum zum Kunden vorzudringen. Man muss auffindbar werden. Wir wollen nicht von Firmen belehrt oder belogen werden. Wir suchen eigenständig nach Lösungen für unsere Probleme und wenn ihr uns dabei unterstützt, mögen wir euch. Aber HÖRT AUF UNS ANZUSCHREIEN!!!
Die Tage von riesigen gesichtslosen Firmen sind gezählt. Es wird wichtiger den Entwicklungs- und Produktionspozess sowie die Menschen dahinter transparent zu machen. Plötzlich zäht wofür eine Firma steht und welche Ziele sie verfolgt. Denn wer sein Geld investieren will, sucht grad heute verlässliche Partner.
Unternehmen werden vermehrt Stellvertreter für einzelne Produkte einsetzen. Jemand der zwischen Entwicklung, Produktion und Kunden vermittelt. Und diese Stellvertreter brauchen Medien um Ihren Standpunkt und den Ihrer Firma zu vertreten. Besonders wichtig werden in diesem Zusammenhang aufgezeichnete Vorträge und deshalb wird der Anspruch an diese Präsentationen zunehmen.
Nachdem ich mich also zu einem Umzug entschieden habe, stehe ich jetzt vor der Frage wie die neue Seite ausschauen soll. Da ich nicht der Super PHP Crack bin habe ich mich dafür entschieden ein Theme zu suchen und zu modifizieren. Doch bevor ich damit anfangen kann, steht erst mal die Frage nach dem Warum?
Da ich mich seit einem Jahr intensiv mit Corporate Identity und Kommunikation auseinandersetze ist diese Frage garnicht mehr so leicht zu beantworten. Vor einem Jahr hätte ich noch gesagt:
Die Leute sollen rausfinden können was ich mache, damit sie bei Jobs die zu mir passen, an mich denken.
Ich habe also einfach mal angefangen zu bloggen und irgendwann kam das Aha-Erlebnis. Das Aussenden hat wie erwartet funktioniert, aber der Rückkanal hat mich überrascht. Ich wurde in der FH auf Themen angesprochen über die ich geschrieben hatte, andere schrieben Kommentare. Ich musste also erst mal das Medium nutzen um Social Web 2.0 Viral 3000 zu verstehen.
Ich habe es mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen zu tun und schlimmer(toller)weise extrem viele verschiedene Projekte am Start. Ich springe andauernd zwischen den Themen und mache ganz unterschiedliche Jobs.
Ich stehe also gerade vor der Frage: Mit welcher Corporate Identity trete ich auf. Und ab hier explodiert es gradezu bei der Komplexität der Detailfragen. Schon allein die Frage ob eine Corporate Identity für mich als Freelancer überhaupt sinnvoll ist oder ob meine Identität nicht vielleicht schon ausreicht. Es geht also zuerst einmal darum, ob es sich für mich lohnt eine zweite Arbeitsidentität aufzubauen.