Ich war gestern am Mainzer Markt um die Kanzlerin zu “feiern” und eigentlich wollte ich heute noch schnell was zu besseren Flashmob Taktiken schreiben. Aber wozu? Die Yeeaahh-Rufe würden einzig, die aktuelle Stagnation der Politik dokumentieren. Schade, dass uns Frau Merkel keine echten Gründe zu feiern gibt. Keine Ideen, keine Zukunft. Die Schallplatten der Politik sind auf der letzten Rille … der letzten Rille … der letzten Rille … der letzten Rille. Und keiner traut sich mal auf einen Livestream zu schalten.
Man muss nichts machen, die Politik demontiert sich grad selbst.
Und ich bin eigentlich auch ganz froh, dass die Massen hierzulande nicht jubeln, wenn DIE KANZLERIN KOMMT.
Wer jubelt, hört nicht zu und denkt nicht mit
YES WE CAN spend billions for banks! YEAAHH
Aber ist “Yeaahh” wirklich alles, was unsere Generation zu sagen hat? Man kann zu “Yeaahh” sagen was man will, aber besser als Steine werfen ist es auf jeden Fall.
Wir müssen unsere Taktik noch lernen, aber eins ist uns klar. Gewalt wird weder von uns, noch vom Rest der Gesellschaft akzeptiert. Das ist unser Erbe der 68er. Aber im Gegensatz zu damals, ist es auch garnicht mehr nötig auf diese Weise zu provozieren.
Nach langem Warten kam jetzt doch der Zulassungsbescheid für den Masterstudiengang Media & Design Management aus Wiesbaden. Ich studiere also schon bald auf der anderen Seite des Rheins. Und ich freue mich riesig, dass ich nochmal ganz neue Leute kennen lernen werde. Ich hoffe, ich kann die Netze zwischen Mainz und Wiesbaden etwas enger spannen. Von mehr Zusammenarbeit zwischen Zeitbasierte Medien (Mainz) und Media Management (Wiesbaden) können beide Seiten nur profitieren.
Und auch für unsere Social Media Agentur passt der Studiengang perfekt. Ich hoffe ich kann meine Abgaben mit realen Aufträgen kombinieren. Und nebenbei lerne ich noch ein wenig BWL-Sprech und kann dadurch Konzepte besser mit Kunden abstimmen.
Was ich mir von den Parteien gewünscht hätte wären Ideen zu diesen Themen:
Förderung von mehr Selbstständigkeit!
Weniger Bürokratie!
Das Ziel Arbeitsplätze abzubauen (Grundeinkommen), statt künstlich neue zu schaffen!
mehr Wohlstand statt mehr Arbeit!
Mich nervts echt, dass an der Idee des lebenslagen Arbeitsplatzes festgehalten wird. Eine Maschine erreicht die Leistung von 1000 Menschen, warum feiern wir das nicht?
Letzte Woche haben Nicolai (Sozilogie und BWL Student), Thomas (Computervisualistik) und ich (Dipl. Medien-Designer) den Plan gemacht eine Social-Media Agentur zu gründen. Das es sowas geben muss, stand für uns nicht in Frage und sogar der Name ist schon gefunden. Aber noch wissen wir nicht genau worauf das hinaus läuft. Deshalb hier erstmal nur meine Sicht auf das Thema.
Warum ich eine Social-Media Agentur gründe?
Es gibt zwar schon einige Agenturen (die auf Web, Kommunikation oder klassische Werbung spezialisiert sind), die auch Social Media anbieten. Social Media wird dort oft als Teil einer Werbekampagne verstanden. Für mich setzt Social Media aber in der internen Kommunikation an. Es geht darum Mitarbeiter untereinander zu vernetzen und sie dabei zu unterstützen mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen.
Da jedes Unternehmen eine eigene Kommunikationsstruktur hat und weil man bei Social Media nicht mehr mit Zielgruppen sondern mit Menschen umgeht, gibt es keine Patentrezepte mehr. Jedes Projekt erfordert ein anderes Vorgehen. Social Media ist mittlerweile ein eigenständiger Aspekt der internen und externen Unternehemens Kommunikation, der aber mit allen anderen Disziplinen eng vernetzt ist. Es ist ein sehr komplexes Thema, dass sich nicht nebenbei mit einer Facebook Page abhaken lässt. Deshalb möchte ich mich nicht nur nebenbei damit beschäftigen. Den restlichen Eintrag lesen »
Die Idee hatte ich schon länger im Kopf, aber 555 Kubik kam mir zuvor. Ich wollte es trotzdem mal probiert haben und herausgekommen ist dieses Kurzprojekt.
Als ich zum ersten mal über Twitter auf dieses Video gestoßen bin, war ich geschockt. Das hätte mir auch blühen können. Bisher dachte ich immer, solange ich bei einer Demo keinen Scheiß baue kann mir nichts passieren.
Ok, ich höre schon auf mit dem dramatisieren, ich will hier auch keinen Polizeistaat ausrufen und ich glaube nicht, dass diese Einschüchterung systematisch passierte. Aber wie ich im Video zu erkennen glaube, ist die ganze Gruppe daran beteiligt ist. Es handelt sich leider nicht um einen Einzeltäter. Keiner stellt sich seinem Kollegen in den Weg und hilft dem Bürger.
Neben dieser bitteren Seite, hat die Geschichte aber auch etwas gutes.
180.000 Klicks in zwei Tagen
und diverse Screengrabs in Zeitungen und Newsseiten sorgen jetzt für die nötige Aufmerksamkeit. Mit jedem der das Video gesehen wächst der Druck auf die Politik. Ich hoffe man findet die Ursachen für solches Verhalten und bekommt es in den Griff, damit ich auch weiterhin gefahrlos demonstrieren kann.
Ich schreibe diesen Artikel als präventive mediale Selbstverteidigung.
Am 1. September haben wir die Idee zu Wikit.org ins Netz gestellt und bereits am 4. September stellte Fraunhofer FOKUS ein sehr ähnliches Projekt vor: Open Ride
Auf der einen Seite freue ich mich sehr, weil dass die Idee viel stärker in die Öffentlichkeit gebracht hat, auf der anderen Seite nimmt das natürlich unserem Projekt erst mal den Wind aus den Segeln. Meine Motivation, weiter daran zu arbeiten, ist erst mal dahin.
Jetzt haben wir über einen Monat an dem Projekt gearbeitet und dann zieht das Fraunhofer Institut an uns vorbei. Ich bin echt froh, dass ich bei der Präsentation so aufs Gas gedrückt habe, damit die schnell online kommt. Immerhin waren wir 4 Tage “schneller” (klar gab es schon früher Spuren im Netz, aber erst seit der IFA ist die Idee wirklich auffindbar). 4 Tage später hätte ich mich aber schon wie nen Depp gefühlt und unsere Version vielleicht garnicht mehr online gestellt.
Jetzt können wir uns zumindest freuen, dass unser Projekt beim Fraunhofer auf Interesse gestoßen wäre.
Und wie gehts weiter?
Ich bin mir sicher, dass wir andere Ansätze entwickelt haben, deshalb werde jetzt erst mal Kontakt mit Open Ride aufnehmen und dem Team unsere Unterstützung anbieten.