Auch wenn meine Beiträge meist einen anderen Eindruck hinterlassen, ich finde Bücher sind super.
Einen großen Teil meines Wissens habe ich aus bedruckten Bäumen. Wenn es darum geht sich in ein Thema einzulesen oder komplexe Gedankengänge nachzuvollziehen sind Bücher für mich unschlagbar. Da machen sich Menschen über Jahre Gedanken und ich kann das Extrakt daraus an wenigen Tagen lesen. So lange wie in einem Buch, könnte ich nicht am Stück vorm Rechner oder auf dem iPod lesen. Und auch die Sonne ist kein Problem, keine Spiegelungen, Top.
Wenn ich das Buch aber durchgelesen habe und später nochmal etwas nachschlagen will, fehlt mir die Suchfunktion. Kein Copy & Paste.
Trotz dieser technischen Macken sind bei mir in der letzten Zeit einige Bücher zusammen gekommen und ich würde auch gerne mehr Bücher vorstellen, klappt aber nicht.
Da ich trotzdem immer nach neuen Lesetips suche und über das ein oder andere Buch auch diskutieren möchte, habe ich eine neue Rubrik im Blog erstellt: Mein Bücherregal
Auch wenn ich die Konzepte der anderen Städte nicht kannte, war am Ende wahrscheinlich die bessere Präsentation und die Frage-Runde entscheidend. Bevor ich aber auch die Erfolgsfaktoren von Mainz eingehe, will ich erst mal auf die Konkurrenz analysieren:
Bielefeld
DenkwerkStadt – von Querdenkern, Querköpfen & Querulanten
Die Bielefelder setzten bei ihrer Präsentation auf einen WDR Moderator. Er hat zwar schön erzählt, aber zu lange und ohne Substanz zu liefern. Es wurde zuviel Zeit aufgewendet um den Slogan zu erklären und die Vertreter von Bielefeld kamen kaum zu Wort. Außerdem machte Bielefeld den Fehler einen Nebenschauplatz zu eröffnen. Ein Akrobat baute aus gestalteten Brettern ein 5m hohes Kartenhaus auf. Da es keinen direkten Bezug und auch keinen neuen Input für die Präsentation gab, war der Turm nur ablenkend. Man hatte keine andere Chance als auf dieses “Bauwerk” zu achten und bekam die Vorstellung der DenkwerkStadt nur am Rande mit. Der Bürgermeister von Bielefeld macht zudem den Fehler, den Neubau der Uni, der 1.000.000.000 € kostet zu stark zu betonen, bzw. gelang es ihm nicht, die Bedeutung des Titels für dieses Vorhaben herauszustellen. Am Ende hallte die Frage “Wozu braucht ihr dann noch die 250.000€ ?” nach. Auch die Überschrift: DenkwerkStadt konnte nicht begründet werden. Hier wären außergewöhnliche Beispiele gefragt gewesen.
Als ich zur Veranstaltung ankam wurde ich von sportlichen sächsischen Studenten mit “Ühr wördet stonnen” begrüßt. Ich weiß nicht warum ich gerade auf diesen Dialekt so allergisch reagiere, aber er wirkt einfach nicht seriös. Authentisch: Ja, wissenschaftlich: Nein! Später stellte sich heraus, dass Chemnitz einen lebenden Stand hatte. Der Stand war ein zwar begehrtes Fotomotiv und senkte den Altersschnitt, da aber weitere Informationen fehlten, blieben die Besucher eher distanziert. Hier wurde die Chance einer Interaktion verschenkt. Auch die Präsentation wurde leicht durch diesen Stand geschwächt. Nach dem Showprogramm von Bielefeld erwartete man, dass Chemnitzer mindestens durch brennende Löwen springen.
Bei der Präsentation verzichtete Chemnitz auf eine Moderation und lass 30 min lang Text vor. Zusätzlich wurde auf der Leinwand ein Stimmungsfilm wiederholt abgespielt. Da der Augenkontakt mit dem Publikum durch das Ablesen ausblieb, war das Video eher ablenkend. Es fehlte zudem die direkte Verbindung zwischen dem was man sah und dem was erzählt wurde. Ich merkte wie ich mir meine eigene Geschichte baute und wiederholt den Faden verlor. In der Fragerunde kamen die Vertreter von Chemnitz deutlich besser rüber. Ein freier Vortrag hätte die Präsentation viel besser gemacht. Dazu einfach Bilder auf der Leinwand, die das Gesagte unterstützen.
Unter dem Motto „Mainz leidenschaftlich wissenschaftlich. Stadtlandschaft voller Kreativität“ hatte die Landeshauptstadt Mainz gemeinsam mit der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ mehr als 500 Projektideen in ein Konzept gebracht und heute in Berlin beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vorgestellt. Im finalen Wettbewerb mit Bielefeld und Chemnitz errang Mainz nun für das Jahr 2011 den begehrten Titel „Stadt der Wissenschaft“, der mit einem Zuschuss von 250.000 Euro für die Landeshauptstadt verknüpft ist. „Mit diesem Titelgewinn können wir unsere Ideen in die Tat umsetzen,“ freute sich der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel, der die Bewerbung der Landeshauptstadt gemeinsam mit Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch, Ganymed Geschäftsführerin Dr. Özlem Türeci und ZDF-Moderatorin Gundula Gause präsentiert hatte. Mehr als 30 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft hatten die Mainzer Bewerbung im Deutsche Bank Forum in Berlin unterstützt.
Yeaahh und ich war eine der Persönlichkeiten und als Vertreter von Peng dabei in Berlin. Der Internetbrunnen wird seinen Platz in der Stadt also finden.
Ich werde mich bei Stadt der Wissenschaft 2011 um ne Facebookstrategie kümmern. Ich bin sicher dass Facebook eine wichtige Rolle, in der Kommunikation mit den Studierenden spielen wird. Und will die Begeisterung nutzen um weitere Institutionen mit sozialen Netzwerken vertraut zu machen. Bald mehr.
In den letzten Wochen habe ich immer wieder von Chatroulette gehört. Man geht auf die Seite, gibt seine Webcam frei und wird zufällig mit einem anderen Spieler verbunden. Das Spiel hat sich durch Gerüchte verbreitet, da einige Nutzer die Plattform für extreme Selbstdarstellung nutzen. Ob Hunde in Naziuniform, ein Menssch der am Strick baumelt oder auch schöne Momente wie oben. Der Kreativität aber auch der Geschmacklosigkeit sind keine Grenzen gesetzt. Mich erinnert das an die Vorrunden von Deutschland sucht Germanys next Popstar. Jeder der es genutzt hat erzählt nur von den Freaks und ich habe noch von keinem gehört, der einen interessanten Menschen kennengelernt hat. Die meisten sind entweder Jury oder Selbstdarsteller, Next, Next, Next
Ich will die Plattform auf keinen Fall verteufeln. Ich finde das ist ein spannendes Konzept. Ich hatte bisher noch nicht die Muße mich mal ne Stunde damit zu beschäftigen, habe das aber noch vor. Ich überlege auch, ob ich das zum Präsentationstraining einsetzen soll. Man muss die Leute innerhalb von Sekunden abholen, eine gute Headline ist also wichtig für den Einstieg. Und auch danach muss man es schaffen sich auf sein Gegenüber einzustellen. Jede Show ein Unikat. Next
Ich vermute, dass viele Spieler nur als Konsumenten an Chatroulette teilnehmen. Next. Aber denen wird bald langweilig, weil sie auf zuviele andere Zuschauer treffen. Wer aktiv an die Kommunikation herangeht hat die Chance mit jedem Gegenüber zu gewinnen. Next. Der Markt wirds regeln. Next.
wenn ihr bereits wisst was ich machen soll, dann braucht ihr mich nicht. Wenn ihr jemanden sucht, der für euch lügt, dann bucht mich nicht.
Ich weiß, dass ich mit dieser Einstellung für die meisten Jobs nicht in Frage komme, habe aber festgestellt, dass mich so ein Job nicht glücklich macht.
Ich kann sehr genau beobachten und zuhören.
Ich kann Marktzusammenhänge und Arbeitsabläufe sehr schnell verstehen.
Ich erkenne Stärken und Schwächen von Mitarbeitern und Produkten.
Bevor ich eine Aufgabe durchführe, will ich sie verstanden haben.
Und wenn ich sie verstanden habe, will ich den Ablauf und das Ergebnis verbessern.
Egal ob Produktionsschritte, Kommunikationsabläufe oder Wissensmanagement. Ich finde immer einen Weg das zu optimieren.
Wenn ich dann aber die alte Methode weiterführen soll, werde ich wütend und später depressiv.
Wenn es aber darum geht, mit anderen zusammen, Veränderungsprozesse umzusetzen, blühe ich auf. Ich respektiere die Erfahrung derjenigen, die die Aufgabe schon länger machen und versuche die Veränderung zu moderieren und nicht zu dominieren.
Lügen sind ineffektiv
Bei allen Kommunikationen ist das Vertrauen zwischen Sender und Empfänger entscheidend. Egal ob intern oder extern: Ein Lüge zerstört Vertrauen und Kommunikation wird ineffektiv. Und es gibt keine größere Herausforderung in Zeiten von Facebook und Twitter, als eine Lüge zu vertuschen. Und auch interne Lügen wirken sich auf die Qualität der Arbeit aus. Wenn schon die Mitarbeiter wenig Vertrauen in die Unternehmensleitung haben, wie sollen sie dann andere begeistern?
Und jetzt zur alles entscheidenden Frage: Versaue ich mir mit diesem Statement Jobs?
Ich glaube schon. Ich hoffe das ich einigen Arbeitgebern damit vor den Kopf stoße. Auf der anderen Seite würde ich den Job nach kurzer Zeit hassen und mir wieder was Neues suchen. Wenn ich mir Jobs verbaue, dann nur miese.
Aber es geht mir auch bei meiner Arbeit um Vertrauen. Zu sagen wofür ich stehe, ist da ein wichtiger Schritt für eine Kontaktaufnahme.
@Liebe Leser,
wie seht ihr das? Spielt Ethik überhaupt eine Rolle? Haben nette Firmen und Mitarbeiter eine Chance auf dem Markt? Habt ihr Grundsätze und was macht ihr, wenn der Job erfordert, dass ihr dagegen verstoßt?
Wie ihr bestimmt aus längeren Nachtwanderungen durch Mainz wisst, ist das kulinarische Angebot nach 22Uhr in Mainz nur noch sehr eingeschränkt zu genießen. Damit wir zusammen die paar Orte finden, an denen man sich trotzdem noch stärken kann, haben wir eine Nachtspeisekarte angelegt und ihr braucht eure Hilfe, damit wir sie mit Infos füllen.
Jeder der mit einem Google Konto angemeldet ist, kann die Karte bearbeiten.
Hinweise die ihr hier als Kommentar schreibt werden wir aber auch übernehmen (oder irgendein Held schreibt sie schnell mit rein)
Die Idee und die Karte ist zwar schon etwas älter, aber damals lief die Seite noch nicht so wirklich an. Wir hatten noch keine Facebook Seite und der Kontakt untereinander war nicht so leicht. Auch die immer stärker verbreiteten Internet-Handys werden ihren Teil dazu beitragen. Und auch auf dem klassischen Weg aka Presse werden wir es diesmal versuchen, vielleicht entwickelt sich ja was.
Followcracy ist ein von Twitter inspiriertes System zur Entscheidungsfindung. Jeder kann seine Stimme entweder selber abgeben oder weiterreichen. Ich werde im Vortrag das System vorstellen und suche Partner, die das Projekt weiterentwickeln und umsetzen wollen. Mehr Details: http://thehack.org
Als die re:publica nach Blättchen rief habe ich direkt zwei eingereicht und keins davon wurde genommen. Das heißt in Berlin gibt es bessere Vorträge als meinen, Yeaahh
Das erste Thema war:
Demos waren in Zeiten vor Youtube das effektivste Mittel der politischen Beteiligung. Betrachtet man aber die Reichweite, schneiden Demos im Vergleich zu Social Media schlecht ab. Sind Studenten wirklich unpolitisch oder findet Meinungsbildung heute auf Facebook statt?