Eigentlich wollte ich den heutigen Tag nutzen um mal darüber zu schreiben, wie ich gerne Arbeiten würde. In den letzten Wochen stelle ich mir aber vermehrt eine andere Frage: “Soll ich die Seite wechseln und Boss werden?”
Ich selber bin Generalist, ich würde wahrscheinlich jede Herausforderung bei der Medienproduktion selber gut meistern können. Habe alles schon mal gemacht und weiß deshalb auch bei allen Jobs mindestens 5 Leute die es besser und lieber machen würden. Bisher habe ich Jobs, die bei mir angefragt wurden, häufig weiter gegeben.
Auch bei der Auftragssuche bin ich relativ gut. Wenn ich aktiv nach Jobs suche, dauert es zwar einige Wochen, bis es konkrete Anfragen gibt, dann habe ich aber meist mehrere Anfragen gleichzeitig, bin erst mal beschäftigt und habe keine Zeit für neue Anfragen. Irgendwann gehen mir dann wieder die Jobs aus und der Kreis beginnt von vorne.
Bei jeder Runde, ziehe ich aber auch Jobs an Land, die ich selber nicht machen kann und dann weiter geleitet habe. Sprich, meine Auftragssuche lohnt sich auch für mein Netzwerk.
Momentan bin ich wieder in der “konkrete Anfragen Phase” aber ich merke, dass diesmal etwas anders ist. In den letzten Jahren habe ich gelernt zuzuhören. Was ist das eigentliche Ziel der Kommunikation? Märkte sind Gespräche und viele Unternehmer brauchen Hilfe dabei, ihre Rolle in diesen Gesprächen zu finden. Dabei hilft mir jetzt auch mein Semester Media & Design Management, weil ich jetzt grob Geschäftsmodelle und das Branchenvokabular kenne. Ich verstehe meine Rolle, als die eines Dolmetschers “Wirtschaft <-> Design”.
Dem einen geht es um den ROI oder die CPO soll gesenkt werden und der andere macht sich viel mehr Gedanken über die Spationierung oder wie man den Bug bei Action Script umgeht.
Jetzt bleibt aber noch die Frage, wo ich in diesem Geschäftsmodell meine Brötchen verdiene. Eine Möglichkeit: ich gründe ne Agentur und suche mir die passenden Freelancer für die Projekte. Falls ihr ne netzwerkigere Idee habt, sagt Bescheid.
04. Januar 2010 um 09:20 · Abgelegt unter Netzwerk
Ich hatte schon länger vor einfach mal Referenzen für meine Freunde ins Netz zu stellen und fange mit Melih an, weil er meinen Weg wohl am stärksten beeinflusst hat.
Zum einjährigen von History of the Internet nochmal der Clip:
Melih Bilgil ist nicht nur der einzige Youtube-Klick Millionär den ich kenne, sondern auch einer der besten Konzepter und Texter. Er schafft es sich sehr schnell in Projekte und Nutzer herein zu versetzen und kann so eine kommunikative Brücke bauen. Er ist zwar auch ein guter Designer und kann seine Projekte fast immer selber umsetzen. Es wäre aber Verschwendung ihn einfach als Umsetzer zu buchen. Es bringt viel mehr, wenn man ihn auch schon bei der Produktentwicklung mitreden lässt.
Durch Melih habe ich überhaupt erst verstanden worum es beim Bloggen geht und die Idee zum Desainz Blog stammt aus einer seiner Semesterarbeiten.
Besonders dankbar bin ich ihm für seine Picol Signs. Diese Creative Commons Symbole helfen mir, ohne viel Aufwand komplexe Zusammenhänge zu erklären.
Das wirkt jetzt alles sehr sachlich, aber er kann auch crazy, wenn man ihn lässt.
Aktuell arbeitet er noch als Assistent für die FH Mainz und macht nebenbei freiberuflich Projekte, aber bald läuft sein Vertrag aus und er ist für weitere Aufgaben zu haben. Lasst euch die Chance nicht entgehen!
Wie die meisten Medien-Designer kannte ich Sagmeister erst mal nicht. Aber weil so viele Designer immer wieder von ihm sprachen gab ich ihm mal ne Chance. Ich schaute mir “Things I have learned in my life so far” an und wurde auch Sagmeister-Fan. Mich faszinierte dabei nicht so sehr das Design. Es ist der darin transportierte Blick auf die Welt. Es sind die Erfahrungen, die er zu Memen aufbereitet hat. Designer der denkt. Das gibts leider viel zu selten. Und hier meine Favoriten.
Helping other people helps me.
Weil ich im Fachschafts- und Fachbereichsrat war, wusste ist recht gut wie die Hochschule funktioniert und wurde deshalb auch regelmäßig angerufen und nach Infos gefragt. Ich gebe zu, anfangs war ich immer ein wenig genervt, aber als ich dann genauer darüber nachgedacht habe fand ich’s dann doch schmeichelnd. Ich konnte Probleme schneller lösen, als die FH-Verwaltung. Oft wusste ich selber nicht die Antwort, aber fast immer hatte ich einen Tipp wo man die Antwort finden kann. Und die Fragen wiederholten sich, ich konnte also immer öfter die Probleme an den Erstfrager weiterleiten. Da sich fast alle Fragen wiederholten und wiederholten starteten Jan, Anna, Sonja und ich den blog.desainz.de. Die Seite ermöglichte es das Fragen und Antworten auch ohne unsere Hilfe zusammen fanden. Hilft zur Selbsthilfe ist eh am besten. Und wie hilft das mir? Man erfährt automatisch Informationen als erster.
In meiner Diplomarbeit habe ich diese Erkenntnis unter dem Begriff “soziales Kapital” behandelt, andere nennen es “eine Hand wäscht die andere”
Complaining is silly. Either act or forget.
Das ist eine Erkenntnis, die ich erst durch Sagmeister begriffen habe, die mir seither aber schon oft geholfen hat: Sich über etwas aufzuregen kostet Zeit, Kraft und die Nerven der Mitmenschen, die es sich anhören müssen. Durch Sagmeister stelle ich mir in einer solchen Situation die Frage: Was kann ich daran ändern? Ist die Antwort: “nix”, dann bringt beschweren auch nix.
Um mir das, teilweise negative, Verhalten meiner Mitmenschen zu erklären, entwickelte ich das Mem: “Jeder versucht nur klar zu kommen” aber “jeder glaubt immer recht zu haben” ist auf jeden Fall einen Tick besser. In meinem Mem bin ich noch davon ausgegangen, dass ich die “richtige” Antwort habe, aber ich bin genauso nen Streber und nen Depp wie jeder andere auch.
Nachdem meine Einschreibung an der Hochschule Rheinmain in Wiesbaden sehr spontan und chaotisch war (erst eine Woche vor der Einschreibung bekam ich die Zusage) lief mein zweiter Studienstart sehr glatt. Fast alle Lehrenden haben sich bei der KickOff Veranstaltung vorgestellt und dann wurden wir nach einer unnötigen PC Einführung aufeinader losgelassen. Weniger als 1/3 meiner Kommilitonen hat schon in Wiesbaden studiert, viele kommen aus Dieburg (Darmstadt) oder von der HDM Stuttgart, vielleicht erstellen wir auch mal ne genauere Statistik. Aber als Dipl. Designer bin ich eine Ausnahme, die meisten haben nen Bachelor.
Man merkt, dass alle schon mal Ersti waren, es gibt weniger „Angst“ etwas nicht mitbekommen zu haben. Ausserdem hat sich die Kommunikation seit meinem ersten Erstsemester sehr gewandelt. Facebook hilft nicht nur dabei auf dem Laufenden zu bleiben, man lernt durch die Fotos in der Gruppe auch viel leichter die Namen der anderen kennen.
Design, Kunst und Kommunikation sind uns bei Peng nicht mehr genug. Zum Semesterstart des Fachbereichs Gestaltung hat sich Fitza passend zur Workshopwoche eine Herausforderung für unsere Netzwerk ausgedacht.
Wenn 10 Leute etwas zu einem (erst mal nur Design-) Thema wissen wollen, finden wir jemanden, der/die es ihnen erklärt.
Da wir die Unterstützung der Fachschaftsräte haben, bin ich recht optimistisch, dass uns das gelingt.
Der Ablauf ist folgender:
10 Leute finden die etwas zu einem Thema wissen wollen und deren E-Mail-Adressen sammeln
Dienstags zwischen 21 und 22 Uhr ins Peng kommen und die Frage in der Gruppe vorstellen
Dort bekommt ihr eine Mailadresse, an die Ihr die Kontakte schicken könnt
Sobald wir jemand gefunden haben, der/die das Thema blickt, bekommt ihr eine Mail um Termine abzuklären.
Nach langem Warten kam jetzt doch der Zulassungsbescheid für den Masterstudiengang Media & Design Management aus Wiesbaden. Ich studiere also schon bald auf der anderen Seite des Rheins. Und ich freue mich riesig, dass ich nochmal ganz neue Leute kennen lernen werde. Ich hoffe, ich kann die Netze zwischen Mainz und Wiesbaden etwas enger spannen. Von mehr Zusammenarbeit zwischen Zeitbasierte Medien (Mainz) und Media Management (Wiesbaden) können beide Seiten nur profitieren.
Und auch für unsere Social Media Agentur passt der Studiengang perfekt. Ich hoffe ich kann meine Abgaben mit realen Aufträgen kombinieren. Und nebenbei lerne ich noch ein wenig BWL-Sprech und kann dadurch Konzepte besser mit Kunden abstimmen.
Letzte Woche haben Nicolai (Sozilogie und BWL Student), Thomas (Computervisualistik) und ich (Dipl. Medien-Designer) den Plan gemacht eine Social-Media Agentur zu gründen. Das es sowas geben muss, stand für uns nicht in Frage und sogar der Name ist schon gefunden. Aber noch wissen wir nicht genau worauf das hinaus läuft. Deshalb hier erstmal nur meine Sicht auf das Thema.
Warum ich eine Social-Media Agentur gründe?
Es gibt zwar schon einige Agenturen (die auf Web, Kommunikation oder klassische Werbung spezialisiert sind), die auch Social Media anbieten. Social Media wird dort oft als Teil einer Werbekampagne verstanden. Für mich setzt Social Media aber in der internen Kommunikation an. Es geht darum Mitarbeiter untereinander zu vernetzen und sie dabei zu unterstützen mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen.
Da jedes Unternehmen eine eigene Kommunikationsstruktur hat und weil man bei Social Media nicht mehr mit Zielgruppen sondern mit Menschen umgeht, gibt es keine Patentrezepte mehr. Jedes Projekt erfordert ein anderes Vorgehen. Social Media ist mittlerweile ein eigenständiger Aspekt der internen und externen Unternehemens Kommunikation, der aber mit allen anderen Disziplinen eng vernetzt ist. Es ist ein sehr komplexes Thema, dass sich nicht nebenbei mit einer Facebook Page abhaken lässt. Deshalb möchte ich mich nicht nur nebenbei damit beschäftigen. Den restlichen Eintrag lesen »
Die Idee hatte ich schon länger im Kopf, aber 555 Kubik kam mir zuvor. Ich wollte es trotzdem mal probiert haben und herausgekommen ist dieses Kurzprojekt.